Überwintern in Süd-Griechenland mit dem Wohnmobil [VanLife] Peloponnes, Athen, Attika

Wo findet man das schönste wärmste Plätzchen zum Überwintern in Europa? In Süd-Griechenland!

Wir waren vier Monate mit dem Wohnmobil auf Peloponnes, in Attika und Athen unterwegs – auf der Suche nach den Ecken mit dem besten Mikroklima, schönsten Stellplätzen … und vielen alten Steinen. In dieser Zeit sind uns die Berge und Buchten Griechenlands und natürlich seine Menschen sehr ans Herz gewachsen. Diese Region ist wirklich eine Reise wert und sehr zu empfehlen!

Und sie bietet sich natürlich auch für den Winter an – denn viel weiter südlich kommt man nicht, wenn man auf dem Kontinent bleiben möchte. Hast du also auch Lust auf Winter-VanLife in Osteuropa, traumhafte Insel-Landschaften, Olivenhaine, Orangen-Plantagen und griechische Gastfreundschaft?

Wenn du diesen wunderschönen Winkel unseres Planeten erleben möchtest, teilen wir hier gerne unsere besten Tipps mit dir! Außerdem erfährst du alles Praktische, das du wissen musst, um gut anzukommen und böse Überraschungen beim Campen zu vermeiden.

Wie haben auch Tipps für dich zum Wild-Campen in Griechenland. Und natürlich verrät dir dieser kleine Reiseführer, wie es am Reiseziel um Umwelt und Nachhaltigkeit steht und wie du an gesundes, veganes Essen kommst.

Du wirst sehen, auch zur kältesten Jahreszeit gibt es in Europa einiges zu entdecken – inklusive Sonne!

Februar 2020
[Baustelle – Work in Progress :-)]

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ecoco Maps: Griechenland - die digitale Karte

[IN ARBEIT – WORK IN PROGRESS]

bio • vegan • glutenfrei • rohkost • fair • grün • nachhaltig

Gastronomie, Einkaufen, Wellness, Praktisches und Sehenswürdigkeiten – interessante Ziele für deine grüne, gesunde Reise in einer Karte gesammelt! 

[Hier solltest du die eingebettete Karte sehen. Falls nicht, öffne sie einfach über diesen Link.]

Du kannst die Karte auch in einem separaten Fenster öffnen, wenn du sie größer betrachten möchtest. Klicke dazu auf das Symbol in der Karte im oberen rechten Eck oder öffne sie über diesen Link. So kannst du sie auch in deinem Google Maps speichern. 

Was du auf der Griechenland-Karte siehst, ist eine Sammlung recherchierter Orte, die interessant sein könnten. Das bedeutet leider nicht, dass wir jeden auch selbst besuchen konnten oder persönlich empfehlen. Aber auch wo wir nicht Gelegenheit hatten, das Ziel selbst zu überprüfen, hoffe ich, die Infos ersparen dir auf jeden Fall eine Menge eigener Recherchen und sind hilfreich, falls du etwas Entsprechendes suchst.

Und wenn du selbst noch etwas entdeckst, was für andere markiert werden sollte oder sonst Feedback zu eingezeichneten Orten hast, schreib‘ unbedingt einen Kommentar! Wir freuen uns von dir zu hören!

Was ist auf der Griechenland-Karte zu sehen?

Auf der digitalen Griechenland-Karte sind viele interessante und hilfreiche Ziele für die gesunde und möglichst nachhaltige Reise eingezeichnet, ergänzt durch beliebte konventionelle Angebote. Dazu gehört zum Beispiel Gastronomie (vegan, vegetarisch, glutenfrei, Rohkost), Einkaufen, Effektive Mikroorganismen, Natur und Strände, Ausflugsziele, Outdoor-Aktivitäten und Sport, Unterhaltung, Unterkünfte, Praktisches und Sehenswürdigkeiten … alles ganz praktisch in einer Karte gesammelt!

Bei der Auswahl handelt es sich zum einen um Ziele, für die Griechenland eben bekannt ist, also sozusagen die üblichen, ‚wichtigen‘ Punkte. Zum anderen, das weißt du ja inzwischen, bin ich aber auch immer auf der Suche nach ‚grünen‘ Tipps – und was ich finden konnte habe ich hier eingetragen.

Tipps zur Benutzung der Karte

Bei manchen Einträgen habe ich zusätzliche Infos oder Links vermerkt. Du siehst sie, wenn du die einzelnen Punkte anklickst oder das Ziel über die Legende anwählst. Außerdem werden dir auch die öffentlichen Daten aus Google Maps angezeigt.

ecoco maps goa digitale karte - info

In der Legende links kannst du die einzelnen Ebenen sichtbar oder unsichtbar schalten. Wenn du zum Beispiel auf der Suche nach einem Restaurant bist, aktivierst du nur die Ebenen zum Thema ‚Gastronomie‘ und die Karte wird sofort übersichtlich.

ecoco maps goa digitale karte - legende

Hinweis für Apple-User, falls dir die Karte nicht korrekt angezeigt wird: Bei Apple scheint es aktuell auf manchen mobilen Geräten einen Bug zu geben, so dass Google-Karten leer angezeigt werden und die Einträge nicht sichtbar sind. Dies betrifft nicht alle Systeme, sondern kommt nur in Einzelfällen vor. Auch das Betrachten auf einem Mac statt mit dem iPad oder iPhone scheint zu funktionieren. Auf den mobilen Geräten hat das Löschen und Neu-Installieren der Google Maps App in einigen Fällen das Problem gelöst. Und ansonsten müssen wir leider auf Updates von Apple und Google warten.

… und falls du ohne Wohnmobil Griechenland oder seine traumhafte Hauptstadt erkunden willst …

Hotels für die Stadt und Aktiv-Reisen

… empfehle ich wie immer Tripaneer für Reisepakete – zum Beispiel ein Yoga-Retreat oder eine andere der zahlreichen Aktivitäten und Erlebnisse, die auf dieser Plattform zu finden sind! Und Booking.com wenn du eine Unterkunft brauchst – vielleicht auch trotz Wohnmobil, wenn du zum Beispiel Athen zu Fuss erkunden möchtest! Tipps zur Hotelsuche auf der Plattform findest du auch in diesem Blogbeitrag mit Video

Sprache: Griechisch

Wenn es dir geht wie uns und du der griechischen Schrift und Sprache nicht mächtig bist, stehst du vor einer kleinen Herausforderung. 

Zunächst einmal: im Kontakt mit anderen kommt man mit Deutsch und Englisch gut durch. Jüngere Griechen sprechen oft Englisch. Vor allem unter älteren Griechen begegnet man häufig Menschen, die sogar Deutsch sprechen. Oft haben sie einige Jahre in Deutschland gelebt und freuen sich, die Sprache ein wenig zu üben und ihre Kenntnisse aufzufrischen. Vor allem in sehr ländlichen Gegenden trifft man aber auch auf Leute, die wirklich nur Griechisch sprechen. Dann hilft nur noch die Kommunikation mit Händen und Füssen und irgendwie versteht man sich doch.

Nichtsdestotrotz habe ich mir oft gewünscht, die Sprache lesen und verstehen zu können. Es geht doch ein großer Teil des Reise-Erlebnisses an einem vorbei, wenn man seine Umwelt nicht versteht. Straßenschilder, auch Warnungen, Namen an Gebäuden und Bezeichnungen von Geschäften, Angebote in Schaufenstern, Etiketten auf Lebensmitteln, Medien und Infomaterial … man versteht nicht nur die Sprache nicht, sondern ist auch Analphabet und kann nicht einmal versuchen zu erraten, was ein Wort vielleicht heißen könnte.

Während viele andere europäische Sprachen oft Ähnlichkeiten mit der eigenen aufweisen und man einzelne Worte erraten kann, auch wenn man die Sprache nie gelernt hat, und so doch hier und da etwas aufschnappt, hat man im Griechischen mit dieser fremden Schrift überhaupt keine Anhaltspunkte. Man sucht etwas und wüsste nicht einmal, wenn man es gefunden hätte. Oder ob man daran vorbeispaziert ist. Man entdeckt etwas, das interessant und spannend aussieht, und hat überhaupt keine Möglichkeit herauszufinden, was es damit auf sich hat. Und auch vor falschen oder illegalen Handlungen ist man nicht geschützt, die man möglicherweise begeht, weil man ein Verbotsschild nicht verstanden hat. Es macht also Sinn, sich möglichst schnell zumindest ein paar Grundlagen anzueignen.

Griechisches Alphabet lernen

Fangen wir also mit dem griechischen Alphabet an. Auch wenn du nicht planst, die Sprache zu lernen, wird es dir sehr hilfreich sein, dich zumindest mit den Schriftzeichen vertraut zu machen. Es wird dir den Alltag sehr erleichtern! 

Das griechische Alphabet hat 24 Buchstaben. Die kann man sich mit einer App in ein paar Tagen schnell aneignen. Man muss sie ja nicht einmal selbst schreiben können, nur erkennen wenn man ihnen über den Weg läuft. 

Ich fand die App ‚Griechische Buchstaben und Alphabet‘ sehr hilfreich. Es gibt sie für Android und iOS.

Griechische Sprache lernen

Wenn dich nun der Ehrgeiz gepackt hat und du auch die griechische Sprache lernen möchtest, geht auch dies auf spielerische Art per App. 

Ich habe bereits einige Sprachkurse auf Duolingo belegt. Die App ist kostenlos und es gibt sie für Android und iOS. Man kann sich dort auch mit Freunden verbinden und wird durch spielerische Elemente wie Ranglisten zum Lernen motiviert. 

Speziell der griechische Sprachkurs auf Duolingo scheint noch nicht ganz so weit entwickelt zu sein wie manche gängigeren Sprachen. Sei also nicht enttäuscht, falls du manche Elemente vermisst. Der Griechischkurs ist trotzdem, wie erwartet, sehr zugänglich und macht Spaß. 

Griechisch schnell übersetzen

Wenn es um automatisierte Übersetzungen geht, kommt man am Google Übersetzer nicht vorbei. Es gibt ihn für Android und iOS – und auch als Chrome-Erweiterung für den Desktop und mobile Geräte. Weitere Infos und Anleitungen findest du auf der Webseite des Google Übersetzers

Du kannst einzelne Wörter oder ganze Sätze oder Texte eingeben und in die Zielsprache übersetzen lassen. Es stehen zahlreiche Sprachen zur Auswahl und du kannst ganz einfach zwischen ihnen hin und her schalten oder die Sprache automatisch erkennen lassen. Auch für die Eingabe gibt es verschiedene Möglichkeiten: zum Beispiel ganz klassisch Tippen, per Mikrofon einsprechen oder ein Bild aus der Galerie auslesen lassen oder neues Foto aufnehmen.

Wirklich beeindruckend ist, dass der Google Übersetzer inzwischen sogar ‚live‘ übersetzt! Wenn du zum Beispiel zur Eingabe die Kamera wählst und die Linse auf ein Schild richtest, siehst du auf deinem Smartphone den Text auf dem Schild in der Zielsprache! *Spooky!* Ebenso kannst du dich mit angeschaltenem Mikrofon ein Gespräch live übersetzen und hast sozusagen deinen persönlichen Simultan-Dolmetscher in der Hosentasche dabei. 

Man muss dazu sagen, Griechisch scheint auch für Google noch eine kleine Herausforderung zu sein und die Übersetzung klappt nicht immer. Die App ist aber immer noch ein enorm nützliches Hilfsmittel.

Installiere dir unbedingt auch die Chrome-Erweiterung! Du wirst bei deinen Reisevorbereitungen schnell feststellen, dass viele griechische Webseite einfach nicht in weiteren Sprachen angeboten werden. Das macht die Recherchen wirklich schwierig.

Mit der Chrome-Erweiterung des Google Übersetzers hast du oben in der Leiste rechts neben dem Eingabefeld für die URL ein kleines Icon. Mit einem Klick darauf kannst du die Webseite, auf der du dich gerade befindest, ganz einfach übersetzen lassen. Innerhalb von Sekunden wird dir die komplette Seite in der Sprache deiner Wahl angezeigt! Fantastisch! Außerdem kannst du auch einzelne Wörter oder Sätze markieren und übersetzen lassen. Auch das ist sehr hilfreich!

Athen Akropolis von Philopappos-Hügel, Griechenland

Anreise nach Griechenland mit dem Wohnmobil

Will man in Osteuropa Richtung Süden, führen irgendwie alle Wege nach Griechenland. Sehr zu empfehlen ist die Fahrt entlang der Adria-Küste, wenn du aus Westeuropa anreist und in den Genuss umwerfender Ausblicke aufs Meer kommen möchtest.

Die Region Attika mit der Hauptstadt Athen erreichst du ganz einfach über die Hauptverkehrsrouten auf dem Festland. Um auf die Peloponnes zu gelangen, kannst du von hier aus einfach die Straße Richtung Korinth über den Isthmus nehmen. Über den Kanal von Korinth zwischen dem Festland und der Halbinsel gibt es mehrere kurze Brücken. Die Straßen führen ohne Unterbrechung darüber und hier wird auch nicht zur Kasse gebeten.

Möchtest du deine Süd-Griechenland-Tour auf Peloponnes starten, hast du auch die Möglichkeit, im Westen die Meerenge zwischen dem Golf von Korinth und dem Golf von Patras zu überqueren. Hierfür gibt es zwei Optionen: die Fähre oder die Rion-Andirrio-Brücke. Beide verbinden Antirrion auf dem Festland mit Rio bzw. Patras auf Peloponnes. Ich erkläre sie dir gleich, aber erst noch ein Hinweis zu den Autobahn-Gebühren. 

Maut-Gebühren in Griechenland

Ja, in Griechenland bezahlt man für die Nutzung der Autobahn Maut. Und ja, es wird recht ordentlich abkassiert. Etwa alle 50 km befindet sich eine ‚Toll Station‘. 

Für kleine Camperbusse fallen die Kosten im Reisebudget vielleicht nicht so sehr ins Gewicht. Ihr habt Glück: ihr fallt noch in die Kategorie der ’normalen‘ Pkw.

Für Wohnmobile hingegen gibt es leider eine schlechte Nachricht: wir werden wie große Reisebusse abgerechnet. Und dieser Preis beträgt grob etwa das 2,5-fache der Mautgebühr für Pkw. Zahlt ein Camperbus zum Beispiel an einer Mautstation €3, wird das Wohnmobil schon mit etwa €7,50 zur Kasse gebeten. Das summiert sich ganz ordentlich, wenn man quer durchs Land bis ganz in den Süden möchte. 

Missglückter Versuch: Maut umfahren

Da wir die Kosten anfangs nicht abschätzen konnten, haben wir auf der Hinfahrt zunächst versucht, die Maut zu umfahren und eine Route auf alternativen Straßen gewählt. Allerdings wird einem da schnell klar, weswegen die Betreiber es sich leisten können, für die Nutzung der Autobahnen solche Preise zu verlangen!

Die alternativen Straßen führen über Bergpässe, ewige Serpentinen, reparaturbedürftige Strassen und die Fahrt zieht sich gefühlt ins Unendliche. Wer viel Zeit mitbringt, ein unverwüstliches Gefährt unterm Hintern hat und vor allem auch einen Fahrer mit starken Nerven am Steuer, der kann auf den alternativen Strecken sicher Einiges entdecken und wunderbare Aussichten genießen. Für Normalsterbliche wäre mein Rat, doch den Geldbeutel zu zücken und zügig und entspannt am Ziel anzukommen. 

Kosten für die Strecke von Nord nach Süd

Nachdem wir also einige Stunden in Nord-Griechenland umhergegurkt waren, ohne viel Strecke zu machen, haben wir letztendlich doch auf die Mautstraßen umgeroutet. Auf der Rückfahrt von Nafplio auf Peloponnes nach Albanien sind wir gleich auf den Mautstraßen geblieben.

Für euch als Richtwert: die gesamte Strecke hat uns im Januar 2020 genau €58 gekostet. Bis zur albanischen Grenze waren es 444 km, inklusive der nicht-mautpflichtigen Landstraßen am Start und Ende. Mautpflichtig war in etwa die Strecke ab Korinth bis Ioannina, also etwa 340 km.

Fazit: Wo Maut abkassiert wird muss man also mit etwa €17 pro 100 km rechnen. Für Camperbusse und Pkw entsprechend weniger, vielleicht etwa €7 pro 100 km. Auf langen Fahrten lohnt sich die Investition!

Fähre von Antirrion nach Rio / Patras

Um vom griechischen Festland aus die Halbinsel Peloponnes bei Patras zu erreichen, ist die Fähre das günstigste Transportmittel. Außerdem hat man vom Meer aus eine schöne Aussicht auf die Rio-Antirrion-Brücke.

Die Boote fahren mehrmals stündlich und du brauchst nicht zu buchen. Man fährt einfach an den kleinen Hafen und wartet bis beladen wird. Eigentlich handelt es sich nur um eine kleine Ablegestelle, ohne Terminal, Ticketschalter oder hilfreiche Beschilderungen. Das bedeutet: am Schiff kurz nachfragen, ob es nach Rio bzw. Patras fährt und dann abwarten bis man rein gewunken wird.

Abkassiert wird auf dem Schiff. Ein Kassierer läuft durch die Reihen und gibt die Tickets aus. Man kann mit Bargeld oder sogar per Karte bezahlen. Sicherheitshalber würde ich aber empfehlen, immer Bargeld dabei zu haben, falls das Gerät mal nicht funktionieren sollte (allgemein hat man in Griechenland am besten immer Bargeld parat). Mit unserem Wohnmobil (Länge ca. 7 m, Höhe ca. 3 m, 2 Personen) hat die Überfahrt €11 gekostet. 

Die Ablegestellen für beide Richtungen habe ich in die digitale Karte eingetragen. Weitere Infos zur Fähre inklusive Abfahrtszeiten und Ticketpreisen findest du auf dieser Webseite: 
http://rio-antirrio.blogspot.com/

Brücke zwischen Antirrion und Rio / Patras

Alternativ zur Fähre kannst du auch einfach auf der Straße bleiben und die Rio-Andirrio-Brücke überqueren. An der Auffahrt zur Brücke wird an der Zahlstation abkassiert.

Aktuell zahlen Pkw mit einer Höhe bis 2 m eine Gebühr von €13,50. Der Preis für Fahrzeuge über 2 m liegt bei €20,30. 

Die Webseite des Betreibers mit der aktuellen Preisliste findest du hier: 
https://www.gefyra.gr/en/prices/Aplh-Dieleush/

Fähre von / nach Griechenland

Wenn du die Anreise auf dem Landweg bewältigt hast, freust du dich vielleicht bei der Rückreise über etwas Abwechslung oder eine Abkürzung. Wir sind von Griechenland aus Richtung Westen weiter gezogen. Da wir noch in den Wintermonaten aufgebrochen sind, war unser Ziel, möglichst weit südlich zu bleiben.

Ab dem griechischen Festland führen die Fährenverbindungen vorwiegend auf griechische Inseln. Es gibt nur wenige Routen ins Ausland und Richtung Westen meines Wissens nur nach Italien. Diese Fähren legen ab Patras im Westen der Peloponnes ab. Vom großen Hafen Piraeus vor Athen kommt man nur auf griechische Inseln. 

Das südlichste Ziel in Italien ist Brindisi, alternativ Bari. Weiter nördlich gelangt man auch nach Ancona oder Venedig. Die Route von Patras nach Brindisi wird von Grimaldi Lines bedient und dauert etwa 16 Stunden über Nacht. Verbindungen gibt es mehrmals pro Woche. 

Camping on Board‚ ist leider nicht möglich. Ich hatte Grimaldi Lines extra angeschrieben, um sicher zu gehen. Das bedeutet, man hat auf der Überfahrt keinen Zugang zum Wohnmobil und muss sich entweder an Deck ein Plätzchen zum Schlafen suchen oder bucht sich eine Kabine. Auch kulinarisch ist man auf das Angebot der Board-Restaurants angewiesen.

Fähre von Patras nach Brindisi für Seebären

Das günstigste Ticket für die Überfahrt von Patras nach Brindisi für 2 Personen mit Wohnmobil (Länge ca. 7 m, Höhe ca. 3 m) kostete €162. Die Klasse heißt dann ‚Deck‘, der Sitzplatz ist frei wählbar, also nicht reserviert. Den Preis bekommt man in der Nebensaison noch, wenn man nur wenig im Voraus bucht: je nach Termin dürften etwa 1 bis 2 Wochen reichen, aber schau‘ am besten selbst möglichst frühzeitig mal rein wie die Preise sich entwickeln (siehe ‚Online buchen‘ unten). Mit der günstigsten Kabine – also Betten – kostete das Ticket etwa €204. 

Eine weitere Verbindung gibt es Igoumenitsa im Norden Griechenlands. Allerdings kostet das Ticket ab diesem Hafen mit etwa €148 fast genau so viel und die Überfahrt dauert immer noch 10 Stunden und wird über Nacht angeboten. Diese Variante wäre also nur interessant, wenn man ohnehin vorhat, die Westküste Richtung Norden zu erkunden.

Nun ist so eine lange, möglicherweise unbequeme Nacht auf der Fähre aber nicht jedermanns Sache. Zum Glück gibt es noch eine Alternative.

Fähre von Vlora nach Brindisi für Landratten

Die kürzeste Route zwischen der östlichen Adriaküste und Italien verknüpft Vlora (Vlorë) in Albanien mit Brindisi. Die Überfahrt dauert nur 4,5 Stunden und findet am Nachmittag statt. Das bedeutet, man kann die Nacht wieder gemütlich im eigenen Bett im Wohnmobil verbringen.

Für das Ticket von Vlora nach Brindisi haben wir €130 gezahlt. Die Strecke auf dem Landweg von Patras nach Vlora beträgt etwa 444 km. Mit Spritkosten und Maut (ca. €32) ist diese Variante also ein klein wenig teurer. Die Investition lohnt sich aber, wenn man die lange Überfahrt auf der Nacht-Fähre vermeiden möchte.  

Der Hafen von Vlora war etwas chaotisch, also sagen wir mal ‚unorganisiert‘. Es gab keinerlei Schilder oder Infos. Daher hier eine kleine Hilfestellung: vor der Einfahrt zum Hafen (Schranke) befinden sich in der Strasse bzw. an der Ecke zahlreiche kleine Ticket-Shops. Man muss sich durchfragen und den zuständigen für die Fährengesellschaft finden, mit der man reist. In diesem Shop muss man einchecken. Mit den Boardkarten fährt man dann durch die Kontrolle an der Schranke auf den Hafenparkplatz. Gleich rechts ist ein Terminal-Gebäude und dahinter eine weitere Schranke: dies ist die Zufahrt zur Fähre. Wenn man sehr früh ankommt, stellt man sich links auf den Parkplatz und wartet. Irgendwann klopft jemand an die Türe, um Bescheid zu sagen, dass geboardet werden kann. 🙂 Wir waren sehr früh da. Die Fähre ging um 14.30 Uhr. Wir konnten aber schon um 12 Uhr aufs Schiff. 

Fähren-Tickets online buchen

Ich habe bei meinen Recherchen zu Fährenverbindungen einige Online-Plattformen und Apps ausprobiert. Leider scheint die Schifffahrt in der Digitalisierung noch nicht so weit voran geschritten zu sein wie andere Bereiche des Tourismus. Ehrlich gesagt lassen die Systeme Einiges zu wünschen übrig. Nichtsdestotrotz bin ich mit einer Plattform letztendlich doch noch gut zurecht gekommen und habe dort nun auch schon einige Buchungen abgewickelt. Ich kann sie dir daher gut empfehlen. Es handelt sich um DirectFerries.

DirectFerries scheint die umfangreichste Datenbank an Verbindungen zu haben. Die Suche funktioniert gut (im Gegensatz zu manchen Konkurrenten) und die Preise habe ich nirgendwo günstiger gesehen. Das gebuchte Ticket kann man in der App auf dem Smartphone hinterlegen und hat es so auch offline ohne Internetverbindung griffbereit. Für die Suche würde ich übrigens empfehlen, die Webseite im Browser zu verwenden, um Frust zu vermeiden. Die App wartet hier leider noch auf ein paar Nachbesserungen … andere waren allerdings auch nicht besser.

Direkt zu den Verbindungen ab Patras gelangst du hier:

Und über diesen Button bekommst du Fähren ab Vlora:

Inzwischen habe ich mich auch als Partner angemeldet – wenn du also tatsächlich eine Buchung bei DirectFerries machen möchtest und über meine Links gehst, kannst du so ganz unkompliziert und ohne Mehrkosten meine Arbeit unterstützen – herzlichen Dank! 

Camping-Infrastruktur

Damit das Camping stressfrei verläuft und Spaß macht, müssen natürlich die Rahmenbedingungen gesteckt sein. Eine gewisse Infrastruktur braucht ein Camper. 

Beim Campingplatz ist das Nötigste normalerweise inklusive. Wer frei stehen möchte, braucht unter anderem Zugang zu Frischwasser, Gas, Internet oder auch mal einen Waschsalon. Schauen wir uns also mal an, womit du im Süden Griechenlands rechnen kannst.  

Campingplätze

Zunächst ein paar Worte allgemein zu den Campingplätzen in Süd-Griechenland. Ja, es gibt sie und in ausreichender Zahl, dass immer einer in erreichbarer Distanz sein sollte.

Man darf jedoch in den meisten Fällen keine Luxus-Holiday-Parks erwarten. Oft sind die Anlagen – und vor allem auch die Sanitär-Häuser – einfach und etwas in die Jahre gekommen. Hier und da wünscht man sich ein wenig mehr Elan bei der Instandhaltung. Im Idealfall sind die Einrichtungen jedoch gepflegt und sauber und somit auch in Ordnung.

Man darf auch nicht vergessen, dass das Land durch die Krise schwere Jahre hinter sich hat und erst langsam erste Zeichen einer Erholung sichtbar werden. Nur die wenigsten Campingplätze dürften im vergangenen Jahrzehnt noch Budget für Renovierungen oder Ausbau gehabt haben. Aber wie gesagt, so lange es sauber ist, kann man sich durchaus wohl fühlen! Und die griechische Herzlichkeit und Gastfreundschaft macht eventuelle kleine Mängel auch wieder wett.  

Allerdings gibt es gerade im Winter noch eine kleine Herausforderung: viele Campingplätze schließen über die kalte Jahreszeit. Und leider ist es nicht immer ganz einfach herauszufinden, welcher in der Nähe geöffnet ist. Oft hilft nur noch, sie einzeln abzuklappern – sei es im Internet oder tatsächlich auf der Strasse. Oder man findet eine App mit entsprechenden Filteroptionen. Aber machen wir doch zuerst noch einen kleinen Ausflug in die Wildnis. 

Wild Campen bzw. frei stehen in Griechenland

Mit dem Wohnmobil frei stehen ist in Griechenland offiziell verboten. An vielen Stellen trifft man auch auf die gefürchteten ‚No Camping‘-Schilder. Trotzdem gehören die ‚wilden‘ Camper an vielen Orten irgendwie einfach zum Bild dazu und werden geduldet. Man sollte jedoch Feingefühl im Gepäck haben und sich vor allem als Camper unauffällig und anständig verhalten. Dazu ein paar Hinweise.

Zunächst einmal: wir reden vom Winter. Ich war noch nicht im Sommer mit Wohnmobil in Griechenland, aber nach allem was ich gehört und gesehen habe, vermute ich, dass dann viel los ist, ‚No Camping‘-Schilder plötzlich ihre Bedeutung zurück erobern und Gesetzeshüter neuen Elan getankt haben. Aber wenn du Gegenteiliges erlebt hast, schreib‘ bitte einen Kommentar, das wäre sehr interessant! Also, aktuell würde ich nicht planen, zur Hochsaison auf Wild Campen zu setzen. Aber wer weiss, vielleicht geht’s doch. Wenn, dann sicher nicht an beliebten Plätzen.

Mal abgesehen davon scheinen die Regeln des Sommers über den Winter stark gelockert zu sein. Man sollte sich dennoch immer dessen bewusst sein, dass Wild Campen verboten ist und auch mal ein Polizist vorbei kommen kann, der ausgerechnet heute Lust hat das Gesetz zu verteidigen und abzukassieren. Das wäre völlig legitim. Wir Camper werden nur geduldet – wenn auch oft mit so unglaublich herzlicher griechischer Gastfreundschaft, dass man es fast vergisst. Und die Geschichten, die wir von missglückten Wild-Camping-Versuchen gehört haben, lassen darauf schließen, dass betroffene Camper ihr Glück ein wenig herausgefordert haben könnten. Ein paar Regeln sollte man schon beachten. 

Erstens, besser nicht direkt unterm ‚No Camping‘-Schild parken. Da sind wir uns einig, oder? Wenn wir ausdrücklich nicht erwünscht sind, respektieren wir dies auch. Meistens hängt es damit zusammen, dass in der Nachbarschaft bezahlte Parkplätze oder Campingplätze vorhanden sind, die ja auch von irgend etwas leben müssen. 

Manchmal dachte ich aber auch, hier haben es die Camper-Kollegen wahrscheinlich einfach übertrieben, bis Anwohner die Schnauze voll hatten und ihre Flagge gehisst haben. Man kann sich gut vorstellen, dass an manchen idyllischen Plätzchen im Sommer plötzlich Dutzende von Wohnmobilen vorfahren und wie Heuschrecken über die Bucht oder grüne Wiese herfallen. Und dann kommt am Sonntag die Familie aus dem Städtchen in die Natur gefahren, um einen schönen Nachmittag zu verbringen … und findet an ihrem Lieblingsplätzchen nur Wohnmobile vor. Durchaus vorstellbar, dass das Freizeit-Erlebnis der Anwohner ein wenig beeinträchtigt sein könnte. 

Was mich zum nächsten Punkt bringt: unauffällig bleiben, nicht offensichtlich ‚campen‘, sondern nur parken. Das bedeutet: keine Wagenburgen, keine lauten Parties, keine Markise ausfahren – und Sportgeräte, Liegestühle, Tische, Grill und Gartenzwerge bleiben in der Heckgarage. Auch wenn man sich einen netten Ausflugstag am Strand damit machen sollte, packt man die Sachen über Nacht zumindest ordentlich ein und parkt abfahrbereit. Und auch tagsüber hält man sein Zeug möglichst klein zusammen und breitet sich nicht aus. Sonst braucht man sich über Beschwerden auch nicht wundern. Dazu gehört vielerorts auch: Trittstufe einfahren. Mag albern klingen. Aber ein Polizist hat uns tatsächlich darauf aufmerksam gemacht, dass er abkassieren muss, wenn die Trittstufe auf dem Parkplatz ausgefahren bleibt, weil dies ein Zeichen von Camping wäre. Ok. Dann ist das eben so. 

Ein weiterer wichtiger Punkt: Plätze suchen, wo kein anderer Camper steht. Oder zumindest nur wenige Nachbarn sich bereits angesiedelt haben. Ich erwähnte bereits: Wagenburgen sind nicht die Definition von ‚unauffällig‘. Zu viele auf einem Haufen können zum einen störend wirken, dieses Verhalten ist aber vor allem auch ein deutliches Zeichen für ‚Camping‘. Diese offensichtliche Missachtung verursacht Unlust bei Anwohnern und Polizei und dann kann es schon vorkommen, dass die Truppe vertrieben wird. Wobei ein einzelner Camper selten Aufmerksamkeit auf sich zieht. 

Und ganz klar: den Platz sauber verlassen! Aber darüber müssen wir uns gar nicht unterhalten, gell? (Jawohl, das war ein schwäbischer Ausrutscher.) Keinen Müll hinterlassen, nichts zerstören, keine sonstigen sichtbaren Spuren oder unangenehmen Duftmarken setzen.

Aber ich muss sagen, ich habe oft genau das Gegenteilige beobachtet: Camper, die als Dankeschön für den schönen Aufenthalt eine Runde mit der Mülltüte drehen und Abfall einsammeln so viel sie können. Es ist genug für alle da.

Und ehrlich gesagt kommt wohl das Wenigste von den Urlaubern. Viel Plastik wird vom Meer angespült. Überall sind wilde Hunde und Katzen, die Mülltonnen ausräumen. Und irgendwie ergeben sich viele dabei wohl auch und fallen zu Boden (die Tonnen, nicht die Tiere). Manche Tonnen sind auch so veraltet, dass sie sich in bodenlose Gerüste verwandelt haben. Das sprichwörtliche Loch ohne Boden. Oder so ähnlich. Und dann wäre da noch die oft vermisste Müllabfuhr. Auf jeden Fall braucht man sich nicht wundern, wie das Zeug sich in der Umgebung verteilt.  

#plamping und #plightseeing

An dieser Stelle Zeit für ein neues Hashtag: wie wäre es statt Glamping mit #plamping. Plastik einsammeln beim Camping. Und in dem Zug eigentlich auch gleich #plightseeing – eine wunderbare Wortschöpfung. Da habe ich mich selbst übertroffen. 🙂 Plastik sammeln an Sehenswürdigkeiten. Und zufälligerweise gibt es das Wort ‚plight‘ tatsächlich und es bedeutet Misere. Wie passend. 

Die Müllsituation war, wenn ich mich recht erinnere, in allen Ländern in Osteuropa, die wir bereist haben, eine reine Katastrophe. Das kann man anders nicht sagen. Überall sind die Strassen mit Müll gesäumt. Von den Müllbergen in der Landschaft ganz zu schweigen. Wie viel man als Camper mit #plamping und #plightseeing da tatsächlich ausrichten kann, wäre die andere Frage. Aber unsere Flotte wird immer größer und wir sollten sie zur Weltrettung einsetzen! Es ist zumindest ein Anfang. Irgendwo muss man ja anfangen. 

Park4Night

Wie (vermutlich) überall in Europa kannst du dich auch in Griechenland auf die hilfreichen Tipps aus der App Park4Night verlassen. Hier findest du nicht nur Campingplätze, Stellplätze und Parkplätze, sondern auch Gas-Shops oder Frischwasser-Hähne sowie zahlreiche weitere Tipps von der Camper-Community. Auch die Bewertungen sind sehr hilfreich.

Park4Night wurde in Frankreich entwickelt, ist inzwischen aber unter Campern in ganz Europa verbreitet. Ich würde sagen, sie hat sich ziemlich klar als die Top-Plattform für unsere Region durchgesetzt. Sie wird von so vielen Campern genutzt, dass es eigentlich schwer vorstellbar ist, eine andere App würde sie überholen.

Außerdem kann man sie kostenlos nutzen. Doch auch der bezahlte Zugang ist mit etwa €10 so günstig, dass wir das Projekt gerne unterstützen. Wie oft wären wir nicht schon planlos an einem fremden Ort gestanden, wenn wir nicht Park4Night sozusagen aus der Tasche hätten ziehen können. Also, Top-Empfehlung – runterladen!

Camping Greece

Die umfassendste und möglicherweise vollständige Liste von Campingplätzen in Griechenland habe ich in der App Camping Greece gefunden (für Android). Leider sind hier ausser den Kontaktinformationen kaum weitere Informationen hinterlegt.

Man weiß zum Beispiel nicht, ob der Campingplatz auch im Winter geöffnet hat. Es wird dann etwas mühsam, die einzelnen Einträge zu recherchieren. Dennoch kann es hin und wieder hilfreich sein, hier nachzusehen, ob in der Nähe überhaupt ein Campingplatz zu finden wäre. Denn wenn die anderen Apps schon nichts anzubieten hatten und hier auch nichts eingetragen ist, braucht man sich vermutlich keine großen Hoffnungen machen, etwas zu finden.

ACSI 

Apps mit sehr vielen nützlichen Informationen zu den einzelnen Campingplätzen findest du beim ACSI. Aber nicht verwirren lassen: der ACSI bietet verschiedene Apps!

Der ACSI hat unzählige hilfreiche Filter eingebaut. So findest du schnell heraus, ob die Anlage geöffnet ist, Wifi und eine Waschmaschine anbietet oder idyllisch gelegen ist.

Allerdings ist dieser Service nicht kostenlos. Man zahlt für Länderpakete und bekommt so zeitlich begrenzt Zugang zur Wunschregion. Dazu zwei Tipps.

Camping Card (CC) und App

Erstens kann es sich lohnen, die Camping Card (CC) des ACSI zu besorgen. Damit erhält man in der Nebensaison bei vielen Campingplätzen (nicht allen) vergünstigte Konditionen und der Preis der Karte rechnet sich schon nach wenigen Übernachtungen. Außerdem kann man die Karte im Kombi-Paket mit Zugang zur CC-App kaufen. 

Diese App enthält nun nicht alle Campingplätze des ACSI, sondern nur solche, die für CampingCard-Inhaber ein Sonderangebot bereit halten. Ich sollte auch erwähnen, dass nicht alle Campingplätze überhaupt beim ACSI registriert sind. In Griechenland sind es schon nicht übermäßig viele und mit Camping Card noch ein paar weniger. 

Einerseits könnte es also passieren, dass ein Campingplatz, den man besuchen möchte, nicht dabei ist. Andererseits hat man durch die Vorauswahl auch eine Art Garantie, dass der Standard zumindest akzeptabel sein sollte. Vielleicht verpasst man also auch nicht viel mit den übrigen Campingplätzen. FOMO abgewehrt! 🙂

Gerade für die Nebensaison und wenn man vielleicht doch ab und zu eine Versorgungsstelle oder Waschmaschine aufsuchen muss (dazu gleich mehr), lohnt es sich auf jeden Fall, die Camping Card mit App zu besorgen! Wie gesagt macht sie sich schon nach wenigen Übernachtungen bezahlt.

ACSI-Campingplatzsuche im Web-Browser

Wenn du aber sicher keine Camping Card brauchst, gibt es da noch ein ‚Hintertürchen‘, durch welches du trotzdem Zugriff auf die Datenbank des ACSI erhältst – und zwar kostenlos! Die Organisation bietet nämlich auch eine Campingplatz-Suche auf ihrer Webseite an! Und soweit ich erkennen kann, sind dort alle Infos zugänglich, auch ohne Verkauf von Länderpaketen. 

Für ganz Griechenland sind aktuell 130 Campingplätze eingetragen. Im Filter in der Seitenleiste ist ganz unten die Option „Nur Campingplätze anzeigen, die ganzjährig offen sind“ – damit bleiben noch 28 Campingplätze übrig. Aber Achtung: nur weil eine Anlage nicht das ganze Jahr auf hat, bedeutet es nicht, dass sie nicht auch im Winter Kunden willkommen heisst. Manche schließen im Oktober oder November für die ganze Saison. Andere machen aber auch nur für kurze Zeit über den Jahreswechsel zu. Es kann also auch sinnvoll sein, statt des „Ganzjahres“-Filters besser deine Anreise- und Abreise-Daten einzugeben. Vielleicht entdeckst du damit noch eine Option, die sonst übersehen worden wäre. 

In der „Detail-Suche“ – den Link findest du ganz unten Links unter der Seitenleiste – kannst du noch mehr Filter nutzen! Hier findest du auch die Suchoptionen für Waschmaschinen, ob Hunde erlaubt sind, Bodenbeschaffenheit, Ladestationen für Elektroautos und natürlich, ob die Camping Card angenommen wird (unter ‚An der Rezeption‘). Sowie viele weitere Angebote. Wenn Vergünstigungen mit Camping Card in der Nebensaison angebotene werden, ist dies auch auf den einzelnen Seiten der jeweiligen Campingplätze oben mit CC-Logo visualisiert. Viel Spaß beim Stöbern!

Wasser

Frischwasser für den Tank des Wohnmobils oder Trinkwasser in Süd-Griechenland zu finden, ist wirklich nicht schwierig. Es gibt zahlreiche öffentliche Trinkwasser-Brunnen. Einige sind in Park4Night eingetragen. Über das Verzeichnis Drinkingwater.Directory wirst du ebenfalls fündig.

An diese Großzügigkeit muss man sich als Deutsche vielleicht erst gewöhnen. Überall etwas umsonst zu bekommen. Man wird das Gefühl nicht los, man tue Unrechtes. Oder nicht?! 

Wenn jemand in der Nähe war, haben wir daher immer erst nachgefragt, ob es in Ordnung wäre, wenn wir Wasser abfüllen? Auch für den Tank? So viel? Wir wurden an- oder ausgelacht, ich bin mir nicht sicher, aber ganz herzlich und mit weit geöffneten Armen. Begleitet von einem Spruch, der in etwa lautete: „Aber ja! Wasser ist doch für alle da!“ 

Ein paar Mal haben wir auch an Tankstellen Wasser bekommen und wollten dafür bezahlen. Aber auch hier bestand man auf eine freundliche Geste.

Über die Qualität des Trinkwassers kann ich leider nicht viel sagen. Es schien mir immer in Ordnung, aber was wirklich drin steckt weiss man nicht. Oft war es auf jeden Fall sehr kalkhaltig. Da wir nicht die Möglichkeit haben, von jedem Hahn, den wir anzapfen, eine Probe ins Labor zu schicken, bevor wir das frische Nass genießen, filtern wir zumindest unser Trinkwasser. Sicher ist sicher. 

Der vielversprechendste Wasserfilter, der mir soweit über den Weg gelaufen und vor allem auch mobil sehr gut einsetzbar ist, ist definitiv der Lifestraw. Er wurde entwickelt, um Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu Trinkwasser zu erschließen. Das Wasserfiltersystem entfernt die allermeisten Mikroben und macht auch kontaminiertes Wasser trinkbar. Mittlerweile gibt es diverse Outdoor-Formate des Filters, mit denen Abenteurer Wasser aus natürlichen Gewässern schöpfen und in gutes Trinkwasser verwandeln können.

Darunter ist zum Beispiel der 5L-Mission-Beutel für Camper sehr gut geeignet! Und wenn das Wasser sowieso schon aus dem Hahn kommt, dürfte es nach einem Durchgang im Lifestraw hoffentlich wirklich keinerlei Grund mehr zu Besorgnis geben. Außerdem spart man sich so den Kauf unzähliger Plastikflaschen und die damit verursachten Müllberge. Aus diesem Grund lohnt es sich auch, eine handliche Lifestraw-Trinkflasche für unterwegs dabei zu haben! Damit kann man ganz einfach und sicher an jedem Wasserbrunnen nachtanken, ganz ohne Plastikmüll.

 

Gas

Mit Gas für deutsche Gasflaschen wird es nun schon etwas schwieriger. Vor allem wenn man nicht selbst einen passenden Adapter für die Gasflasche dabei hat.  Daher ist es für die Reise nach Griechenland unbedingt ratsam, ein Euro-Set einzupacken. Damit findet man viele Gas-Shops und Tankstellen, welche die heimischen Flaschen befüllen können (oft mit LPG).  

Hat man selbst keinen Adapter, muss man sich ein wenig auf die Suche machen, nach einer Service-Stelle, die helfen kann. In Park4Night sind Gas-Shops und Tankstellen eingetragen und dies ist vermutlich die beste Quelle für Tipps.

Von einem örtlichen Camping-Experten wurde uns empfohlen, doch besser eine griechische Flasche zu kaufen. Wir haben es nicht ausprobiert, aber sein Tipp funktionierte so: Anscheinend bieten alle Shell-Tankstellen (zum Konzern gehört Coral Gas) Gasflaschen und Flaschen-Tausch an. Beim Kauf einer Gasflasche erhält man eine Bescheinigung. Mit dieser kann man später die Flasche auch wieder zurückgeben und bekommt den Kaufpreis der leeren Flasche erstattet, sozusagen ein Pfand. Und während des Aufenthalts in Griechenland kann man ganz unkompliziert an Shell-Tankstellen leere Flaschen gegen volle tauschen, gegen Preis des Gases versteht sich. Da Shell ein gut ausgebautes Netzwerk hat, kommt man so einfach an Gas. Wer genug Stauraum für weitere Gasflaschen hat, könnte das mal testen und berichten! Unsere Heckgarage platzte leider schon aus allen Nähten.

Gas-Preise in Griechenland

Übrigens kostete uns die Befüllung unserer deutschen 11kg-Gasflaschen mit LPG an Tankstellen oder in Gas-Shops etwa €18-20. Wenn ein Gas-Shop Butan oder Propan anbietet, veranschlagt er etwa €30. 

Eine griechische Gasflasche soll beim Austausch ebenfalls um die €20 kosten. Ich bin mir aber nicht sicher um welches Gas es sich handelt, vermutlich LPG.  

Effektive Mikroorganismen

Noch nie von Effektiven Mikroorganismen a.k.a. EM gehört? Dann darfst du dich freuen, jetzt wird’s spannend! Es handelt sich dabei nämlich um eine besonders kraftvolle Armada von Mikroben mit für uns positiver Wirkung. 

Sich mit ihnen zu verbünden ist die schlauere Strategie, im Gegensatz du der in jüngsten Jahrzehnten verbreiteten Option der Bekämpfung von ‚bösen‘ Mikroorganismen. Mit Blick auf die entstandenen Resistenzen kann man den Feldzug wohl als gescheitert verbuchen und sollte sich nach Alternativen umsehen.

Effektive Mikroorganismen halten nicht nur die ungewollten Bakterien und Schimmelpilze in Schach. Sie wirken zudem förderlich und regenerierend – überall wo Biologie existiert. Also praktisch überall.

Mit ihrer Hilfe können wir beginnen, den Schaden, den wir als Menschheit in der jüngsten Geschichte angerichtet haben, wieder in Ordnung zu bringen. Und zwar in allen Bereichen! In der Umwelt, im Garten, im Haushalt, bei unserer Gesundheit, bei Tieren … wie gesagt, überall wo Mikroben aktiv sind. Also überall. Wir nutzen sie für unsere eigene Hygiene, Pflege und Nahrung, und retten nebenbei ein kleines bisschen die Welt!

Lerne deine neuen Freunde kennen!

Faszinierend, oder nicht? Jetzt hast du drei Möglichkeiten, dich schnell und unkompliziert mit Effektiven Mikroorganismen vertraut zu machen:

  • Hör‘ unsere Podcast-Folge zu EM für einen einfachen Einstieg!
  • Besorge dir ein Buch über EM, das dir eine Einführung ins Thema und einen Überblick über die Anwendungsmöglichkeiten gibt. Meine Lieblingsbücher findest du unten.
  • Schau‘ dir diese nette japanische Dokumenation an: Sosei. Sie begleitet Prof. Teruo Higa bei der Entdeckung der EM und zeigt uns welche Erfolge in den folgenden Jahrzehnten damit erzielt werden konnten, zum Beispiel nach dem Reaktorunglück in Fukushima. Die Doku ist auf Englisch mit deutschen Untertiteln verfügbar. Allein schon der japanische Filmstil macht sie sehenswert 🙂

Effektive Mikroorganismen beim Camping

Wie du zwischenzeitlich aus den Büchern, dem Film oder dem Podcast erfahren hast, gibt es für Effektive Mikroorganismen also unzählige Einsatzgebiete. Und auch beim Camping können wir sie uns zunutze machen! 

Im Grunde brauchst du nur ein Produkt und das kann viele andere Mittelchen zum Putzen und im Haushalt ersetzen. Entweder besorgst du dir die Urlösung EM1 plus Bio-Zuckerrohrmelasse und einen Fermenter, womit du die Urlösung selbst vermehren und somit ein kosten-effektiveres Produkt herstellen kannst. Nach der Vermehrung nennt man die Lösung EMa, wobei das ‚a‘ für ‚aktiviert‘ steht. Das hat aber nicht viel zu bedeuten, ob du das Original oder die ‚geklonte‘ Lösung verwendest, macht keinen Unterschied. Außer im Geldbeutel. 

Da es für die meisten von uns im Wohnmobil eine Herausforderung sein dürfte, eine EM-Fabrik einzurichten, gibt es das EMa zum Glück auch direkt zu kaufen und dieses ist natürlich auch preislich günstiger als die Urlösung. Man darf das EMa nur nicht verwenden, um es selbst weiter zu vermehren – da es bereits vermehrt wurde und man sicherstellen will, das die Zusammensetzung der Mikroben sich nicht unplanmäßig verändert. 

Da das Produkt nun auch einen Namen braucht, heißt es bei Emiko ‚Garten- und Bodenaktivator‘. Lass dich davon nicht verwirren, dies ist schlichtweg das EMa. Du bekommst es in verschiedenen Größen wie der 1L-Flasche, dem 5L-Kanister oder dem 10L-Kanister. Wir verbrauchen etwa einen 5L-Kanister pro Monat.

EMa abfüllen und im Wohnmobil lagern

Und was machen wir nun also damit? Wir besorgen unterwegs also einen 5L-Kanister. Diesen füllen wir dann erst einmal in 500ml-Flaschen um. Entweder hast du Flaschen, die du auskochen und wiederverwenden kannst. Das wäre natürlich ideal. Ansonsten sollten es auf jeden Fall hygienische Flaschen sein. Notfalls tun es zum Beispiel frische, leere Trinkwasserflaschen.

In diesen lagert das EMa nun über den Monat während wir es langsam verbrauchen, und man kann ganz praktische eine Portionsflasche nach der anderen verwenden. So bleibt das EMa frisch. Im großen Kanister würde mit jedem Tag mehr Luft eingeschlossen, womit das EMa arbeitet und sich verändert. Die kleinen Flaschen sind hingegen nach wenigen Tagen verbraucht, bevor das EMa unbrauchbar werden könnte.

Lagere sie an einem angenehm kühlen Plätzchen, zum Beispiel in der Heckgarage. Zimmertemperatur ist ideal. Umso wärmer es wird, umso schneller arbeiten die Mikroben. Über 42°C sterben sie jedoch ab. Der Kühlschrank wäre ihnen zu kalt. Der Sommerhitze sollten sie aber auch nicht ausgesetzt werden.

EMa im täglichen Einsatz

Dann besorgst du dir eine gute Sprühflasche, wie sie in Gärtnereien zu finden sind. In dieser machst du dir eine Mischung aus gutem Trinkwasser und EMa. Die Verdünnung muss nicht exakt sein. Den Büchern kannst du einige ‚Rezepte‘ entnehmen. Ich fülle etwa 200ml Wasser ein und gebe ein ‚Schluckerl‘ EMa hinzu und das ist dann in Ordnung. Mal mehr, mal weniger, je nachdem wie ernst die Lage auf dem Einsatzgebiet ist. 

Die Verdünnung in der Sprühflasche ist immer griffbereit und kommt mehrmals täglich zum Einsatz, zum Putzen und zur Körperpflege. Das pure EMa verwende ich in Mahlzeiten, zum Beispiel wie Essig in Dressings, oder trinke es auch mal als ‚Schnäppsle‘ für die Gesundheit. (Allerdings ist EMa nicht als Lebensmittel deklariert – die Einnahme erfolgt auf eigene Gefahr, das soll kein Ratschlag sei, ich teile nur meine Erfahrung.)

Wenn du eine größere Putzaktion vorhast, kannst du ein ein Schlückchen EMa in einen Eimer Wasser geben. Bei Bedarf auch mit neutralem, ökologischem Allzweckreiniger (keine üble Chemie, welche die Mikroben abtöten könnte!). Das Putzwasser darf dann natürlich auch nicht zu heiß sein, sondern sollte für deine kleinen Freunde und Helfer eine angenehme Badetemperatur haben.

Auch bei kleinen Verletzungen, Stichen oder Schwellungen kommt bei uns EMa zum Einsatz (das ist wieder kein medizinischer Rat – Nachahmungen geschehen auf eigenes Risiko). Ich habe super Erfahrungen damit gemacht, etwas Mull oder Watte in EMa zu tränken, mit Mikropore-Tape zu fixieren und einfach dran zu lassen bis es praktisch von selber abfällt.

Und: großes Thema beim Camping: die Toilette! Ob nun Chemie-Toilette oder Trenn-Toilette, EM sind die Lösung! Übrigens: einige der verbreiteten Biomittelchen für die Toilette enthalten laut Etikett ebenfalls ‚Mikroorganismen‘. Neben anderen Inhaltsstoffen. Mit EM bekommt man die kraftvollste Versammlung an Mikroorganismen, die man sich für eine Toilette nur wünschen könnte, ohne üble Nebenwirkungen. Und umso länger sie Zeit haben zu arbeiten, umso besser und weniger unangenehm ist das Ergebnis.

Tatsächlich gibt es auch tolle Erfahrungsberichte von Kläranlagen, die auf EM umgestellt wurden (siehe Bücher von Prof. Teruo Higa). Also, EMa statt übler Chemie in die Camping-Toilette geben – und arbeiten lassen. Der Inhalt fermentiert und nimmt einen süß-säuerlichen Geruch an. Das fantastische ist, dass das Endprodukt ein wunderbarer Dünger und heilsames EM-Produkt für die Natur ist.

Statt bei der Entleerung die Wassersysteme und Umwelt zu belasten, verteilen wir EM und tragen ein wenig zur Regenerierung bei! Also, liebe Camperfreunde, ihr wisst nun was ihr zu tun habt! Formen wir eine kleine ‚Flotte zur Rettung der Welt‘ 🙂 #vans4earth 

Einkaufsliste Effektive Mikroorganismen

Ich fasse zusammen: am besten besorgst du dir einfach eine Flasche oder einen Kanister EMa (nicht die Urlösung EM1 – wobei diese genauso anwendbar ist, nur teurer), kleinere Flaschen zum Umfüllen, und eine Sprühflasche. So. Und wenn du nun länger unterwegs bist? Wo gibt’s Nachschub?

Effektive Mikroorganismen in Griechenland

Egal wo du bist auf der Welt, kannst die Suche nach lokalen EM-Anbietern einfach über die Seite von Emro Japan starten. Dies ist die Organisation, die Prof. Teruo Higa gegründet hat, um die Forschung mit EM voranzutreiben und das Wissen darüber in die Welt hinaus zu tragen. Im Menü oben findest du den Punkt ‚Your Local‚. Dahinter versteckt sich die Datenbank aller nationalen Vertriebspartner für EM. Gebe dein Land ein und mit etwas Glück erhältst du einen Kontakteintrag inklusive informativer Webseite. 

In Griechenland landest du somit bei EM Hellas. Dies ist sozusagen die Zentrale von EM in Griechenland. Auf der Webseite von EM Hellas findest du wiederum unter dem Menüpunkt ‚Μεταπωλητές‘ (Wiederverkäufer) die Liste aller Anbieter im Land. Für die südliche Region, in der wir uns nun bewegen, gibt es tatsächlich nur zwei Verkaufsstellen:

EM Hellas in Athen: 
Karababa 24 , Agios Dimitrios TK 17343, Athens, Greece, + 30-210-9765-464, emhellas@otenet.gr.

Biocare auf Peloponnes, nahe Korinth:
Inhaber: Elias Rentas, Loutra Oreas Elenis, +30-27410-33-775, biocare@otenet.gr.
Montags geschlossen! Öffnungszeiten auch auf Google Maps.

Beide EM-Shops habe ich in der digitalen Karte oben eingetragen.

Bei Biocare handelt es sich um eine kleine Gärtnerei, die von einer sehr sympathischen, hilfsbereiten Familie betrieben wird. Grüße Elias von mir, falls du dort vorbei schaust! Der Laden ist nicht weit vom Isthmus. Vom Festland kommend biegst du links ab (rechts liegt Korinth) und nur etwa 8km weit weg findest du die Ortschaft Loutra Elenis an der Küste. Wir haben bei Biocare mehrmals 5L-Kanister EMa für €30 gekauft. Frage einfach nach EMa, sie kennen sich aus.

Internet

Wifi auf Campingplätzen

Selbst wenn du planst, auf Campingplätzen mit WLAN zu stehen: verlass‘ dich nicht darauf, dass du dort eine gute Internet-Verbindung bekommst. Leider. Man kann Glück haben und es funktioniert gut. Wir haben leider aber auch oft die Erfahrung gemacht, dass das angebotene Netz entweder sehr langsam war oder nicht den kompletten Platz abdeckte. Am besten hast du also eine SIM-Karte und somit dein persönliches mobiles Internet im Gepäck. 

Mobiles Internet per SIM-Karte

In meinem Beitrag Die besten SIM-Karten in Europa für Datenpakete + EU-Roaming auf Reisen [Mobiles Internet] findest du die ausführlichen Infos zu den verschiedenen SIM-Karten und Datenpaketen in Griechenland und wie du mit der griechischen SIM-Karte zurechtkommst. 

Das Netz von Cosmote ist sehr gut ausgebaut. SIM-Karten bekommst du in Cosmote-Shops oder Germanos-Shops (Handy-Laden-Kette von Cosmote). Die SIM-Karten für Prepaid-Kunden heißen Cosmote und What’s Up (ursprünglich als Produkt für junge Leute gedacht). Die Datenpakete können auf beiden geladen werden. Wir hatten What’s Up und waren überrascht wie viel man geschenkt bekommt. Ständig meldet sich die SIM mit neuen Angeboten. Ich weiss nicht, ob das bei der Cosmote-Prepaid auch so ist, oder ob es womöglich eine besondere Eigenschaft der „Teenie“-SIM sein könnte.

Informiere dich auf jeden Fall vor dem Ladenbesuch über die aktuellen Angebote, damit du weisst was du willst. Als wir in den Shops waren, hatten die Mitarbeiter leider keinen Überblick über die Datenangebote. Wenn man nicht selbst weiss, was man will, läuft man Gefahr ein ungünstiges Angebot anzunehmen. Schau‘ dir dazu am besten die Infos im SIM-Karten-Artikel an – Abschnitt „Griechenland“ und, wenn du’s ganz genau wissen willst, findest du die vollständige Tabelle mit Links unten auf der Seite.

Die SIM-Karten können auch als mobile Hotspots verwendet werden. Das bedeutet, du kannst deine Internetverbindung mit anderen Geräten teilen, indem du dein eigenes WLAN-Netz aktivierst – über dein Smartphone oder einen kleinen mobilen Router.

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Mobiler Hotspot: 1 SIM für alle Geräte!

Willst du deine Internetverbindung mit mehreren Geräten teilen? Hier findest du die besten aktuellen mobilen Hotspots a.k.a. die beliebtesten Wifi-Router für unterwegs! Du steckst einfach deine SIM-Karte ein – wie in ein Smartphone – und hast damit dein eigenes WLAN-Netz geschaffen!

Öffentliche Wifi-Netze

Da die mobilen Datenpakete in Griechenland noch relativ hohe GB-Preise veranschlagen, kann das Internet bei hohem Datenverbrauch etwas am Reisebudget nagen. Es ist hilfreich, wenn man sich hin und wieder mal in ein Wifi-Netz einloggen kann. Vielleicht auf dem Campingplatz, in einem Restaurant oder im Waschsalon

Oder man parkt geschickt in Reichweite eines der vielen geteilten Netzwerke! Es ist unglaublich wie viele WLAN-Netze eigentlich ständig in Reichweite sind. Ich erschrecke regelmäßig, wenn ich das Wifi am Handy einschalte und gleich ein, zwei Dutzend Netze auftauchen. Eigentlich werden wir rund um die Uhr durchgebraten. 

Nachbarn im eigenen Garten

Es ist eigentlich verrückt. Würde sich ein Nachbar mit seinen Liegestühlen im eigenen Garten breit machen, würde jeder Hausbesitzer sofort reagieren und ihn freundlich bitten, sich doch auf seinen eigenen Bereich zurückzuziehen. Aber weil Funknetzwerke unsichtbar sind, kommt keiner auf die Idee, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte, wenn sämtliche Netze aus 360°, oben, unten, links, rechts, vorne, hinten sich erlauben den persönlichen Luftraum einzunehmen.

Mit dem Nachbarn mit dem Liegestuhl könnte man sich sicher einigen: „Wenn du deinen Liegestuhl in meinen Garten stellst, dann will ich ihn wenigstens mitbenutzen.“ Legitim. Für Strahlung gilt eigentlich das gleiche, finde ich. Mal abgesehen davon, dass man zunächst das Recht haben sollte, überhaupt zu entscheiden, ob ein fremdes Netz in den eigenen Luftraum darf. Aber davon sind wir wohl noch weit entfernt. Daher also der erste Schritt: teilen.

Und immer mehr Menschen und Organisationen geben tatsächlich ihre Netzwerke frei. Inzwischen liefern die meisten Verbindungen ja auch unbegrenztes Datenvolumen zum Fixpreis, da muss keiner mehr mit den GB knausern, wie noch vor wenigen Jahren üblich. 

Free Wifi Apps

Einige Apps haben es sich nun zur Aufgabe gemacht, diese Entwicklung zu unterstützen. Sie stellen sozusagen Datenbanken von WLAN-Netzen mit Passwörtern zur Verfügung und bilden sie auf einer Karte ab. So kann man schnell erkennen, ob in der Nähe ein Netz verfügbar ist und sich einloggen. Tatsächlich sind die Datenbanken auch recht gut befüllt!

Ich teste zurzeit zwei „Free Wifi“ Apps und bin positiv überrascht, dass man tatsächlich fast überall ein Netz findet! Die Einträge unterscheiden sich, mal gibt es mehr für einen Ort in der einen App, mal in der anderen. Deswegen werde ich vermutlich noch eine Weile beide Apps parallel verwenden. Oder vielleicht kennst du eine noch bessere Option? Schreib‘ bitte einen Kommentar! 

Meine aktuelle Wahl sind auf jeden Fall Wifi Map (Android, iOS) und Osmino Wifi (Android, iOS) – und mit diesen kommt man schon erstaunlich gut ins Netz!

 

Wäsche

Wäsche waschen. Das war vermutlich die größte Herausforderung, der wir uns während des Überwinterns in Griechenland gestellt sahen. Es verhält sich nämlich so …

Wäsche waschen auf Campingplätzen

Wie bereits erwähnt haben nicht besonders viele Campingplätze im Winter geöffnet. Und was uns dort auf der Suche nach einer Waschmaschine begegnet ist, dürfte eigentlich keine Gebühr mehr für die Nutzung verlangen. 

Zunächst einmal: nicht jeder Campingplatz hat eine Waschmaschine! Wenn eine Waschmaschine vorhanden ist, gibt es meistens keinen Trockner. Oder der Trockner wurde so lange nicht mehr gewartet, dass man einen Chip nach dem anderen einwirft und die Wäsche einfach nicht trocken wird … Das mag im Sommer in Ordnung sein, wenn man auf Wäscheleinen und die Kraft der Natur zurückgreifen kann. Im Winter jedoch, wenn es häufig regnet und man schnell an einem Tag die Wäsche erledigen und weiterziehen möchte, macht es das Camperleben nicht gerade einfacher. 

Zudem kommt: die meisten Waschmaschinen, die uns vorgeführt wurden, waren so alt und heruntergekommen, teils total verrostet und die Trommel mit dicken Schichten alter Waschmittel überzogen, dass es fast schon eine Frechheit ist, dann tatsächlich €5 Euro pro Waschgang zu verlangen. Muss man leider so sagen. Die Wäsche kam mit mehr Flecken wieder raus als sie rein ging. Man muss wirklich Glück haben, um auf den Winter-Campingplätzen ordentliche Waschmaschinen zu finden. Oder vielleicht hatten wir nur Pech?

Waschsalons 

Auf jeden Fall wären mir Waschsalons am liebsten. Im Normalfall werden die Maschinen hygienisch gepflegt, es passt mehr rein und man kann in kurzer Zeit waschen, trocknen und weiterfahren. Effizient. Plus: die Preise sind günstiger als auf dem Campingplatz! 

Problem: in Süd-Griechenland gibt es fast keine Waschsalons! Die vorhandenen haben sich fast alle in und um Athen angesiedelt (Achtung: prüfen, ob Zufahrt und Parken mit dem Wohnmobil möglich sind!). Aber es scheinen immer mehr aufzutauchen und somit besteht Hoffnung für die Zukunft. 

Es gibt vor allem eine Kette namens EasyWash, die online auch ihre Standorte auf einer Karte abbildet. Ansonsten hilft auch eine Google-Maps-Suche nach „easywash“ oder „laundromat“ oder „launderette“. Prüfe die Ergebnisse aber gut, denn beim Nicht-Vorhandensein eines Self-Service-Laundromats werden ersatzweise Reinigungen angezeigt. Hier zahlt man pro Kilogramm Wäsche (ca. €5-8), was im Endeffekt ein Vielfaches im Preis ausmacht, im Vergleich zu einer Waschladung im Waschsalon. Bei Waschsalons ist meistens ein Bild eingefügt, auf dem die SB-Waschmaschinen erkennbar sind. 

Ferienwohnungen und Hostels

Eine weitere Idee, falls alle Stricke reißen: eine Ferienwohnung oder ein Zimmer im Hostel für eine Nacht buchen. Natürlich in einer Unterkunft, die eine Waschmaschine hat, am besten auch einen Trockner. Und einen Parkplatz fürs Wohnmobil. Tatsächlich kostet die Übernachtung mit etwas Glück kaum mehr als die Nacht auf dem Campingplatz – oder das Waschen und Trocknen im Waschsalon!

Auf den großen Buchungsplattformen kann man auch praktisch nach „Waschmaschine“ filtern – und nach „Parkplatz“. Dann muss man nur noch die Fotos überfliegen, ob irgendwo auch ein Trockner abgebildet ist, wenn gewünscht. Meine besten Tipps zur Unterkunftsuche habe ich übrigens im Beitrag Hack‘ die Hotelsuche: Finde günstige Unterkünfte – auch öko + vegan [mit Videos] geteilt.

Unter den Online-Buchungsplattformen kann ich dir für Ferienwohnungen und Hostels in Süd-Griechenland AirBnB und Booking empfehlen.

Über diesen Button gelangst du direkt zu den Suchergebnissen bei Booking für Ferienwohnungen und Hostels auf Peloponnes. Du brauchst nur noch die Filteroptionen für Waschmaschine und Parkplatz anzuklicken:

Wenn du dich auf AirBnB nach einem Zimmer umsehen möchtest, geht’s hier entlang … AirBnB spendiert dir über diesen Link 29 Euro Rabatt auf die erste Buchung einer Übernachtung und 10 Euro Rabatt auf die Buchung eines Erlebnisses (z.B. Stadtführungen oder Ausflüge – auch das wird hier angeboten).

target="_blank">Booking.com

Abfall und Recycling

Die gute Nachricht: entlang den Strassen Griechenlands stehen alle paar Meter große Abfall-Container. Die Entsorgung des Mülls aus dem Wohnmobil ist also absolut kein Problem. Nicht überall, aber regelmäßig, findet man sogar eine blaue Tonne für Glas, Plastik, Papier und alles Recyclebare.

Die schlechte Nachricht: die Müll-Trennung scheint keinen zu kümmern. Mülltonnen sind oft überfüllt als würden sie nur selten abgeholt. Dadurch bilden sich im Umfeld regelrechte Mülldeponien. Und der Abfall aus den Tonnen und ihrer Umgebung wird durch die unzähligen Katzen und Hunde weiter im Land verteilt. 

Also, entsorgt bekommt man seine Abfallbeutel problemlos. Was dann allerdings damit geschieht, ist fragwürdig. Griechenland wurde zu diesem Thema bereits von der EU angemahnt.

Die EU-Kommission veröffentlicht alle paar Jahre Statusberichte, zuletzt 2019: „The Environmental Implementation Review 2019„. Dieser Bericht zeigt die Fortschritte von einzelnen Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung der Umweltschutz-Maßnahmen. Für jedes Land steht der Bericht online zum Download zur Verfügung. Im Bericht zu Griechenland ist auf Seite 7 zu lesen: 

In view of the recently adopted post-2020 recycling targets for municipal waste (55 % by 2025, 60 % by 2030 and 65 % by 2035) Greece will have to put more effort into shifting waste away from landfilling and towards recycling. There are major structural problems with waste management in Greece. Municipal waste generation has remained at the same level in recent years, being slightly above the 2017 EU average (504 kg vs around 487 kg/y/inhabitant) (see Figure 5). Very little has changed since the 2017 EIR. Greece disposes the majority of its municipal waste in landfills (80 %, vs EU average of 24 %), with only 19 % being recycled (EU average 46 %). The landfill rate has decreased modestly and the recycling rate has slightly increased.

Quelle: EU-Umweltkommission: The Environmental Implementation Review 2019: Country Report Greece, https://ec.europa.eu/environment/eir/country-reports/index_en.htm [Abgerufen am 07. März 2020]

Übersetzt bedeutet das in etwa: Griechenland wird sich mehr anstrengen müssen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Beim Abfall-Management sind große strukturelle Probleme vorhanden. Das Müllaufkommen hat sich kaum verändert. Das meiste – 80% – wird auf Mülldeponien abgeladen. Nur etwa 19% wird recycelt.

Den besten Beitrag kann man als Camper also leisten, wenn man möglichst wenig Müll produziert. Was natürlich auch sonst, außerhalb Griechenlands und in jeder Lebenslage oder Wohnsituation Sinn macht.

Fortsetzung folgt ...

Also, eigentlich wollte ich ja nur kurz ein paar Tipps in einem kleinen Blogbeitrag zusammenfassen … aber irgendwie ist das schon wieder völlig ausgeartet. 🙂 Es gibt wohl doch etwas mehr zu erzählen! Dann hat mir auch noch der Technik-Gott dazwischen gepfuscht und … irgendwie waren am nächsten Tag etwa 2500 Wörter nicht gespeichert … einfach weg … zum Heulen!

Also, ihr Lieben, es tut mir echt leid, aber so kommt’s, dass der Beitrag leider boch nicht fertig geworden ist. Aber ich bin dran! Und habe noch viele Infos im Kopf, die ich hier für euch festhalten will, damit sie hoffentlich für eure oder deine Reise nach Griechenland hilfreich sind. Zum Glück haben wir bis zum nächsten Winter ja noch etwas Zeit 🙂 So lange soll’s aber natürlich nicht dauern.

Wenn du jetzt auf heißen Kohlen sitzt und nicht verpassen willst, wenn der Technik-Gott sich entscheidet, mir wieder wohlgesonnen zu sein, trage dich in den Verteiler ein und ich sag‘ dir gerne Bescheid sobald die nächsten Kapitel online sind!

Ach, und interessiert dich etwas Bestimmtes, das ich auf jeden Fall noch abdecken soll? >> Kommentar! Ich freu‘ mich!

Jetzt muss ich erst mal ins Bett… es ist spät geworden im Womo-Büro. Also gut’s Nächtle! Oder einen schönen Tag dir, wenn das jetzt besser passt! 🙂

Bis bald, viele Grüße,
Cheryl  

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Ein Beitrag von

Cheryl (@ecoco)

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