Tiramisu – mit Aquafaba und Kichererbsen – vegan, glutenfrei, vollwertig!

Zwischenzeitlich gibt es noch eine verbesserte Version 'Tiramisu 2.0' hier!

Zutaten

Insgesamt, als Einkaufsliste:

Zubereitung

Der Boden:

  • 1 Kaffeetasse Espresso oder starken Kaffee
  • Optional (traditionell): die Hälfte des Espresso/Kaffees mit Amaretto-Likör ersetzen oder etwas natürliche Bittermandel-Essenz in den Espresso/Kaffee mischen.

Frisch zubereiten und zum Abkühlen auf die Seite stellen.

  • 100g Buchweizenmehl
  • 20g Kokosmehl
  • 20g Kakaopulver (traditionell ist der Boden hell - wer das beibehalten möchte, ersetzt das Kakaopulver durch weiteres Mehl)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Tl. Flohsamenschalen

Die trockenen Zutaten gut vermischen.

  • 70g Mandeln in
  • 100g Wasser einweichen und mit
  • 1/2 Tl. Vanillepulver

im Mixer zu Creme verarbeiten. Alternativ: statt der Mandeln Mandelmehl verwenden und bereits oben der Trockenmasse zugeben, das Wasser dann in diesem Schritt mitverarbeiten.

  • 50g Kokosblütenzucker (oder 70g Datteln einweichen) in
  • 100g Wasser (oder pflanzliche Milch)

auflösen. Ich mag es nicht sehr süß - wer es süßer will, erhöht einfach die Menge Kokosblütenzucker bzw. Datteln.

Alles zusammen mixen. Falls der Teig zu trocken sein sollte, etwas mehr Wasser hinzugeben. Er sollte sich schön rühren lassen. Falls ihr noch mehr Aquafaba habt (siehe unten): aufschlagen und unter den Teig heben, das macht ihn noch etwas luftiger.

Eine Form, die später auch für das fertige Tiramisu verwendet werden soll, mit Backpapier auslegen. Meine ist etwa 20 x 20 cm, das hat perfekt gepasst. Den Teig einfüllen und bei 180°C etwa 30 Minuten backen. Auskühlen lassen. Mit dem Backpapier aus der Form heben, stürzen, Backpapier abziehen. In der Höhe in zwei Böden teilen. Dazu ein Trick: ringsum mit einem Messer leicht einschneiden, einen Faden ringsum in die Ritze legen, die Enden mit einer Hand greifen und den Faden vorsichtig in eine Richtung durch den Kuchen ziehen.  Einen Boden zurück in die Form legen - das wird die erste Schicht des Tiramisu.

Die Creme:

  • 100g Mandeln und
  • 50g Cashews und
  • 50g Kokosmus in
  • 200g Wasser

einweichen, dann im Mixer zu Creme verarbeiten. Alternativ: diese Masse ergibt insgesamt 400g und kann ganz oder teilweise, nach Geschmack, Kalorienbedarf oder je nachdem, was man da hat, auch mit Seidentofu, Tofu (es schmeckt dann natürlich auch eher nach Tofu als nach Nüssen) oder pflanzlichem Quark ersetzt werden. Auch ein kleiner Teil Joghurt schmeckt gut - dann würde ich die Zitrone im späteren Schritt weglassen oder reduzieren, damit die Creme nicht zu sauer wird. Bei anderen frischen, leichten Tiramisu-Varianten mit Früchten wie Erdbeeren passt der Joghurtgeschmack toll! Das hier soll aber erst mal ein ganz klassisches Tiramisu werden.

Wenn nötig - auch bei den nächsten Schritten - schlückchenweise extra Wasser hinzugeben, damit der Mixer die Masse gut verarbeiten kann.

  • 1 Glas Kichererbsen (ca. 350g inklusive Flüssigkeit) oder selbst (gekeimte und) sehr weich gekochte Kicherbsen (100g trocken / ca. 230g gekocht) inklusive Flüssigkeit. Alternativ: weiße Bohnen (wegen der Farbe würde ich keine dunklen nehmen).

Die Kichererbsen abtropfen, die Flüssigkeit auffangen und beiseite stellen = das ist das Aquafaba.

Die Kichererbsen und

  • 100g Wasser (oder pflanzliche Milch)
  • 1/2 Tl. Vanillepulver
  • 2 Eßl. Zitronensaft und
  • etwas abgeriebene Schale von der Zitrone

zur Creme geben und weiter im Mixer verarbeiten.

  • 50g Erythritol, fein zu Puderzucker gemahlen

beim Mixen einstreuen und glatt verarbeiten. Alternativ: etwa die gleiche Menge helle Trockenfrüchte wie Äpfel oder weiße Maulbeeren bereits einen Schritt vorher in das Wasser geben, einweichen, mit den restlichen Zutaten mixen.

  • 1/2 Tl. Guarkernmehl

beim Mixen langsam durch ein Sieb einstreuen und gut durchmixen.

In einer weiteren Schüssel

  • 100ml Aquafaba (im vorigen Schritt aus dem Kichererbsenglas entnommen)

zu Schnee aufschlagen bis er schön fest ist.

  • 50g Erythritol, fein zu Puderzucker gemahlen

nach und nach einstreuen und weiter schlagen bis es sich aufgelöst hat. Nun die Schneemasse unter die Creme heben.

Tiramisu anrichten

Den ersten Boden mit Kaffee bzw. Kaffeemischung beträufeln, so dass er gut durchtränkt ist. Traditionell gehört eigentlich eine Mischung aus Kaffee und Amaretto-Likör auf den Boden. Wenn ihr Lust darauf habt, macht euch eine Mischung halb und halb. Ich habe das Amaretto weggelassen und deshalb die Mandeln als Ersatz für das fehlende Aroma eingearbeitet. Man könnte auch etwas natürliche Bittermandel-Essenz in den Kaffee mischen.

Eine Schicht Creme auf den getränkten Boden verteilen. Den zweiten Boden darauf legen, wieder beträufeln und mit Creme bedecken. Variationen: zwischen die Schichten Früchte legen wie Bananen oder Kirschen - zwar auch nicht traditionell aber bestimmt lecker 🙂

Das Tiramisu kalt stellen. Um so länger es steht und die Aromen durchziehen können, umso leckerer schmeckt es - mindestens 4, besser 8 Stunden oder über Nacht. Man kann es sogar einen Tag vorher zubereiten und am nächsten Tag Gästen servieren - es besteht ja keine Salmollengefahr im Vergleich zu tierischen Zutaten! Vor dem Servieren mit Kakaopulver bestäuben, fein durch ein Sieb streichen.

Tiramisu in der Schale

Also, ich muss sagen, diese Idee, Hülsenfrüchte in Cremes einzuarbeiten finde ich sensationell! Nicht nur ist die Konsistenz super, auch wird das Dessert dadurch etwas weniger 'reichhaltig' und liefert wertvolle Ballaststoffe. Man sollte jeden Tag eine Portion Hülsenfrüchte essen! Umdenken und vielseitig einsetzen ist gefragt - warum nicht auch im Dessert!

Kommentare

mood_bad
  • Noch keine Kommentare vorhanden.
  • Kommentar erstellen