Bio? Roh? Vegan? Glutenfrei? Vollwertig? Artger...

Bio? Roh? Vegan? Glutenfrei? Vollwertig? Artgerecht!

 

Wir möchten 'artgerecht' leben dürfen. Das klingt eigentlich so selbstverständlich. Doch Tatsache ist, dass es furchtbar kompliziert geworden ist und heute selten ein für den Menschen artgerechtes Umfeld geboten wird. Beim Einkaufserlebnis wird dies besonders deutlich. Produkte, die uns gut tun, definieren sich vorwiegend über den Ausschluss negativer Eigenschaften: so sucht man auf Verpackungen nach Hinweisen wie 'frei von' und 'ohne'. Unser Ziel ist es, einen Shop zu gestalten, in dem es wieder selbstverständlich ist, dass die Produkte dafür vorgesehen sind, dem Menschen gut zu tun - in dem man nicht erst jede Verpackung im Detail untersuchen muss und wo man anstatt sich auf die 'negativen' Merkmale zu konzentrieren wieder mehr Zeit hat, die 'positiven' Eigenschaften zu schätzen. Weil die Basis auf jeden Fall stimmt und das Produkt grundsätzlich 'artgerecht' ist. Was das genau bedeutet? Wir richten unsere Kriterien nach den aktuellen Erkenntnissen aus Forschung und Praxis aus (siehe auch Inspiration). Wir lernen stets dazu und werden die nachstehenden Kriterien weiterentwickeln, wenn es Anlass dazu gibt. Aktuellen Informationen und unseren eigenen positiven Erfahrungen zufolge macht es Sinn, wenn man gesund und glücklich leben möchte, auf folgendes zu achten:

 

 

Bio

 

Das grundlegende Qualitätsmerkmal eines jeden Rohstoffs! Nur mit einer Herstellung nach Bio-Richtlinien ist die Grundlage für ein Produkt geschaffen, das bereits beim Anbau der Rohstoffe Rücksicht auf Mensch und Umwelt nimmt und im Endergebnis möglichst wenig Schadstoffe enthält. Wichtig zu wissen ist auch, dass Bio-Produkte per Definition frei von Gentechnik sein müssen! Oft kann es auch sein, dass im Bio-Obst und -Gemüse mehr Vitalstoffe stecken: zum einen, weil die Böden gesünder sind und die Pflanzen besser nähren, zum anderen, weil die Pflanze durch die Vermeidung von Pestiziden ihre eigenen Abwehrkräfte einsetzen muss. Zu ihrer Verteidigung gegen Krankheiten und kleine Feinde bildet sie Stoffe, die wir als sekundäre Pflanzenstoffe kennen und die im menschlichen Körper viele wichtige Funktionen erfüllen.

 

 

Frisch

 

Dann sollte das gute Bio-Obst oder Bio-Gemüse natürlich so frisch wie möglich verzehrt werden, damit möglichst viele gute Inhaltsstoffe enthalten sind. Das bedeutet: auf zum Markt oder Bio-Bauern oder Bio-Laden des Vertrauens. Wer das Glück hat, einen eigenen Garten zu besitzen, erntet natürlich die meisten Frischpunkte! Wer seinen Einkauf lokal und regional gestalten kann, tut auch etwas für die CO2-Bilanz.

 

Frischeprodukte sind daher nicht Teil unseres Programms für den Online-Versand - bei uns bekommt ihr das Sahnehäubchen für euren Vorratsschrank, also besondere, etwas länger haltbare Artikel, welche die Basis an frischem Obst und Gemüse abrunden.

 

 

Roh

 

'Roh' ist sozusagen die Schwester von 'frisch'. Wenn ein Artikel schon frisch erstanden wurde, möchte man ja auch möglichst viel von dem Guten, das drin steckt, dem Körper zuführen. Im rohen Zustand, d.h. wenn das Lebensmittel nicht stark erhitzt wurde, enthält es die meisten Vitalstoffe. Beim Erhitzen gehen viele kaputt, zusätzlich entstehen neue Stoffe, die unvorteilhaft sein können. Manche Stoffe wie Enzyme sind in stark erhitzten Lebensmitteln überhaupt nicht mehr vorhanden. Es macht daher Sinn, zumindest einen Teil seiner Nahrung 'roh' zu sich zu nehmen. Wie hoch man diesen Anteil schrauben möchte, muss man ausprobieren. Aber Achtung - der Versuch kann süchtig machen :-) Umso bessere Lebensmittel der Körper bekommt, umso mehr verlangt er auch danach und umso besser schmecken sie einem! Möglicherweise habt ihr schon bald nur wenig Lust auf etwas Anderes. Wir empfehlen zur Inspiration in jedem Fall einen Blick in moderne 'Raw Food'-Rezeptbücher (siehe auch Inspiration) - Rohkost hat mehr zu bieten als langweilige Salate! Wer sich noch nichts darunter vorstellen kann, wird von den kreativen, genussvollen Gourmet-Rezepten überrascht sein.

 

Bei abgepackten Lebensmitteln erwirbt man mit 'Rohkost-Qualität' Produkte in möglichst wenig verarbeitetem, möglichst naturbelassenem Zustand. Das heißt, auch hier darf mit einem höheren Vorkommen an Vitalstoffen und damit höheren Nutzen für die Gesundheit gerechnet werden. Es lohnt sich, darauf zu achten!

 

 

Vegan - aber gesund! Vollwertige Pflanzen!

 

Der Begriff 'vegan' ist eine kurze, prägnante Vereinfachung zur schnellen Kommunikation und kann leider auch für ungesundes Junkfood missbraucht werden, das zwar frei von tierischen Produkten sein mag aber nicht unbedingt viel mit Vitalitätsförderung zu tun haben muss. Korrekter muss man die gesündeste Form der Ernährung als 'pflanzlich und vollwertig' bezeichnen. Umso näher die verzehrten Pflanzen an ihrem ursprünglichen Naturzustand sind - also möglichst wenig verarbeitet oder raffiniert, nichts hinzugefügt oder entfernt, ohne Zusatz von unnötigen, isolierten Ölen, Zucker oder Salz - und umso höher der Anteil an solchen vollwertigen Pflanzen in der Ernährung ist, umso stärker sinkt das Risiko, an vielen der heute so weit verbreiteten westlichen Volkskrankheiten und chronischen Leiden zu erkranken (siehe auch Inspiration). Somit ist der gesundheitliche Aspekt einer korrekt durchgeführten veganen Ernährung von großer Bedeutung und spielt eine wichtige Rolle in der Prävention und auch Behandlung von Krankheiten (wobei eine Ernährungsumstellung immer mit dem Arzt abgesprochen werden sollte! Wichtig ist vor allem, die Dosierung der Medikamente zu beobachten und wenn nötig anzupassen).

 

Doch der vegane Lebensstil löst noch mehr Probleme unserer Zeit! Zusätzlich zu den Umwelt-Vorteilen, die schon durch die Umsetzung von Bio-Richtlinien bewirkt werden, ist die Produktion pflanzlicher Nahrung im Vergleich zu tierischer Nahrung um ein Vielfaches schonender im Umgang mit unserer Ressourcen und unserem Planeten. Die moderne Produktion tierischer Nahrung ist laut UN für über die Hälfte unserer Klimagase verantwortlich - mehr als die gesamte Transportindustrie - und verbraucht Unmengen an Wasser! Zudem wird der Größte Teil unserer angebauten Nahrungsmittel aktuell an Mastvieh verfüttert - eine unglaublich ineffiziente Strategie zur Ernährung der Weltbevölkerung! Der Konsum von tierischen Produkten und die Zahl der Menschen auf der Erde sind in jüngster Zeit so stark angestiegen, dass die Produktion tierischer Produkte zur tickenden Zeitbombe geworden ist (Tipp: die Doku 'Cowspiracy' und die Broschüre von 'ProVegan'). Durch eine Änderung im Ess- und Einkaufsverhalten hin zu pflanzlichen Produkten können wir viel schneller eine viel größere Verbesserung erzielen als mit den vielen kleinen Maßnahmen zur Einsparung von Strom- und Treibstoff im Haushalt (was nicht bedeuten soll, dass wir diese nicht auch umsetzen sollten!). Durch eine pflanzliche Ernährung kann jeder auf ganz unkomplizierte Weise drei Mal am Tag einen Beitrag zur Rettung der Welt leisten - einfacher geht es wohl kaum!

 

Hinzu kommt natürlich der Tierschutz - die Berichte über die Zustände in modernen Massenzuchtbetrieben und -Schlachthöfen dürften inzwischen jedem bekannt sein. Auch über die sozialen und politischen Auswirkungen des Fleisch-, Milch- und Ei-Konsums muss man sich im Klaren sein. An dieser Stelle sei nochmals erwähnt: auch Bio-Fleisch kommt größten Teils aus Massenbetrieben - es mag zwar weniger vergiftet sein, aber den Tieren geht es oft kaum besser als in konventionellen Tierfabriken. Den Kühen werden trotzdem ihre Kälber weggenommen, um die Milch für den Menschen abzuzapfen. Ihre Euter werden durch die enormen Produktionsanforderungen überstrapaziert. Hühner haben im Vergleich zum Leben in der Natur sehr wenig Platz und männliche Küken werden ebenso geschreddert. Und beim Schlachter enden sie alle, ob bio oder konventionell. Und dann landet unsere mit staatlichen Subventionen hergestellte Überproduktion per Export in wirtschaftlich ärmeren Ländern und macht dort auch noch die lokalen Märkte kaputt. Totaler Wahnsinn und völlig irrsinnig! Es wird immer wieder gesagt und doch zu wenig wahrgenommen: jeder Einkauf ist ein Votum und jeder Käufer ist mitverantwortlich für die Konsequenzen! Nur eine vegane Lebensweise mit der Wahl rein pflanzlicher Produkte schützt uns, unsere Mitmenschen, unseren Planeten und alle Erdlinge, die ihn mit uns bewohnen. Wie gesagt ... drei Mal am Tag können wir ohne jegliche Anstrengungen leisten zu müssen ganz einfach unseren Beitrag leisten ... bzw. verhindern, dass wir selbst an diesem zerstörerischen System teilnehmen! Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand bewusst dafür entscheidet, diese Konsequenzen zu verursachen. Ich hoffe immer noch, der Mensch ist im Kern gut. Es wird nur dringend Zeit, die Augen zu öffnen.

 

 

Glutenfrei

 

Bei Gluten denkt man zunächst an Zöliakie. Es gibt jedoch immer mehr Hinweise darauf, dass glutenhaltige Produkte nicht nur für Allergiker problematisch, sondern grundsätzlich für den Menschen nicht vorteilhaft sind und immer mehr unserer Art mit verschiedensten negativen Auswirkungen zu kämpfen haben (siehe auch Inspiration). Diese Entwicklung wurzelt in der Tatsache, dass unsere heutigen, weit verbreiteten glutenhaltigen Getreidesorten über die vergangenen Jahrzehnte so stark verändert wurden, dass sie mit dem ursprünglichen Weizen und Co. kaum noch etwas gemein haben und offensichtlich im Körper andere Reaktionen hervorrufen. Womöglich wird man eines Tages feststellen, dass der Auslöser nicht unbedingt das Gluten ist, sondern andere angezüchtete Substanzen, die in diesen Lebensmitteln neben Gluten vorzufinden sind. Zudem ist der Anteil vor allem von Weizen in unserer konventionellen Ernährung einfach enorm gestiegen. Praktisch jede Mahlzeit enthält Weizen in irgend einer Form, in fast jedem abgepacktem Lebensmittel im Supermarkt findet man ihn in der Zutatenlilste - und dabei gibt es Tausende ganz wunderbare, essbare Pflanzen! Wie reichhaltig, bunt und abwechslungsreich könnte unsere Standardkost sein! Allein unter diesem Aspekt, wenn man die Konzentration auf so wenige Lebensmittel in so stark veränderter Form betrachtet, kann eine solche Auswahl von Nahrungsmitteln für mein Verständnis nicht gesundheitsförderlich sein.

 

Wen ein chronisches Gesundheitsproblem plagt, der sollte einfach einmal ausprobieren, ob eine glutenfreie Ernährungsweise womöglich Besserung bringt. Zu verlieren hat man nichts - 4 Wochen ohne Gluten und falls man keine Veränderung merkt, steht man nicht schlechter da als zuvor. Man kann nur gewinnen. Ich bin jedenfalls der Meinung, wenn es schon so viele Hinweise gibt, dass moderne glutenhaltige Lebensmittel uns nicht gut tun, ist man auf der sicheren Seite, sie einfach wegzulassen und mehr Platz für Lebensmittel schaffen, die mit Sicherheit die Vitalität fördern! Auf stark verarbeitete Produkte lohnt es sich auf jeden Fall zu verzichten. Übrigens auch bei der Wahl glutenfreier Produkte! Ich meine hiermit natürlich Lebensmittel, die von Natur aus kein Gluten enthalten und in möglichst naturbelassener Form verzehrt werden - nicht die stark verarbeiteten Fertigprodukte aus dem boomenden 'glutenfreien' Sortiment, die den Weizen nur mit anderen raffinierten, isolierten Zutaten ersetzen! Obacht!

 

 

Ohne Zusatz von isoliertem Zucker, Öl oder Salz

 

Ebenso dürfte zwischenzeitlich wohl jedem bekannt sein, dass Fabrikerzeugnisse oft und zu viel raffinierten Industriezucker enthalten und dieser uns ebenfalls nicht gut tut. Auch hier ist es für uns selbstverständlich, auf solche Produkte zu verzichten und damit die Produktion auch nicht zu unterstützen. Nicht verwechseln darf man allerdings Zuckerzusatz mit Zuckergehalt, der bei den Nährwertangaben aufgelistet ist. Auch frisches Obst und Gemüse oder naturbelassene pflanzliche Artikel enthalten - von Natur aus - kurzkettige Kohlenhydrate, auch bekannt als Zucker. Das heißt, die Werte in den Nährwertangaben bedeuten in diesem Fall 'natürlich enthaltene Fruchtsüße' und nicht 'künstlich zugesetzter Industriezucker'! Der Unterschied liegt darin, dass diese Süße im Komplettpaket mit vielen anderen nützlichen Stoffen geliefert wird und so von uns gut verwertet wird. Sobald man einen Stoff insoliert und dadurch oft in unnatürlichen Mengen zuführt, löst er andere, meist ungünstige Reaktionen im Körper aus. Beim Zucker ist dies den meisten Menschen zwischenzeitlich klar. Doch genau gleich verhält es sich mit dem Öl und Salz! Olivenbäume haben von Natur aus keine Zapfhähne :-) Isoliert man das Öl, entfernt man dadurch die Trockenmasse mit all ihren wertvollen Ballaststoffen und Vitalstoffen. Zur Herstellung eines Liters Öl wird je nach Frucht oder Nuss ein Vielfaches an Gewicht benötigt. Bei Oliven zum Beispiel 5 - 10 kg pro Liter Öl. Zum einen muss man sich mal überlegen, was aus dem Rest, dem Presskuchen, eigentlich wird - was für eine Verschwendung! Vor allem da hier die besten Inhaltsstoffe für uns drin stecken! Zum anderen: würdet ihr diese Menge an Früchten verzehren, jedes Mal wenn ihr die entsprechende Menge Öl verwendet? Wahrscheinlich nicht. Man würde auf natürliche Weise nie auf diese Ölmengen kommen. Also brauchen wir uns nicht wundern, wenn unser Körper nicht damit klar kommt. Ähnlich beim Salz: viele Millionen Jahre lebte der Mensch ohne Salzstreuer :-) Erst in jüngster Zeit fing er an, sich künstlich diesen fast reinen Stoff zuzuführen und damit das Gleichgewicht der Mineralien im Körper dramatisch zu verschieben. Auch hier brauchen wir uns über entsprechende Auswirkungen nicht wundern. Fazit: die besten Lebensmittel sind die, von denen nichts entfernt und denen nichts hinzugfügt wurde!

 

 

Ohne künstliche Zusätze

 

Künstliche Zusätze der verschiedensten Art, sei es zur Konservierung, zur Geschmacksverstärkung, zur Farbgebung, als Aroma oder was es sonst noch alles geben mag, dienen nicht dem menschlichen Körper sondern Produktion, Verpackung, Vermarktung oder Lagerung. Ein durch die industrielle Fertigung von Nahrung künstlich erzeugter Bedarf. Eine Erfindung der jüngsten Jahrzehnte. Als Nahrungsmittel - bis vor Kurzem - noch Lebensmittel waren und nicht aus Fabriken sondern von Feldern kamen, waren solche Zusätze im Essen nicht zu finden. Kurz gesagt: diese Stoffe braucht kein Mensch. Für uns ist es ganz selbstverständlich, dass wir nur Produkte ohne synthetische Zusatzstoffe auswählen.

 

 

Fazit und Hinweise

 

Wichtiger Hinweis: Auch wenn wir uns bemühen, nach bestem Wissen und Gewissen möglichst viele und korrekte Informationen zur Verfügung zu stellen, können wir keine Haftung für eventuelle Fehler übernehmen. Wer besonders empfindlich ist, sollte sich nicht blind auf die Angaben auf den Produktseiten verlassen, sondern die Daten in den Zutaten- und INCI-Listen sowie letztendlich auf der Verpackung des Produktes prüfen und im Zweifel beim Hersteller nähere Infos erfragen! Die Kurzhinweise auf den Produktseiten (z. B. 'bio - roh - vegan - glutenfrei - ohne Zuckerzusatz') basieren auf den Zutaten- bzw. INCI-Listen. Dies bedeutet zum Beispiel beim Hinweis 'glutenfrei', dass keine der aufgeführten Zutaten bekannterweise glutenhaltig sind. Es bedeutet nicht, dass der Hersteller garantiert, dass kein Gluten enthalten ist. Da unsere Kurznotiz nur als erster Überblick zur schnellen Orientierung gedacht ist, wird hier auch nicht berücksichtigt, wenn produktionsbedingt Spuren im Produkt enthalten sein können. Solche Hinweise stehen bei den Zutaten- bzw. INCI-Listen und auf der Verpackung des Produktes und sollten von empfindlichen Menschen unbedingt zusätzlich geprüft werden.

 

Wir hoffen, dass es uns gelingt, euch auf diesen Seiten ein Angebot zu unterbreiten, das ganz selbstverständlich 'artgerecht' ist und in jeder Hinsicht viel Freude bereitet!
Wer aufgrund einer Allergie oder Krankheit spezielle Bedürfnisse hat, muss nur noch auf diese achten. Und ansonsten steht dem bedenkenlosen Zugreifen und Genießen nichts mehr im Wege!

Viel Spaß und lasst's euch schmecken!